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Wirtschaft

Aktien New York: JPMorgan enttäuscht

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NEW YORK (dpa-AFX) – Zum Start der Berichtssaison in den USA hat der New Yorker Aktienmarkt am Freitag seine Vortagesverluste ausgeweitet. Die Zahlen und Ausblicke einiger US-Finanzkonzerne fielen überwiegend enttäuschend aus. Auch die am Vortag abermals unter starken Verkaufsdruck geratenen Technologiewerte erholten sich nicht. Sie leiden besonders unter Zinsängsten, die noch einmal größer geworden sind, nachdem einige US-Währungshüter signalisiert hatten, die Inflation aggressiv bekämpfen zu wollen.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial verbuchte zweieinhalb Stunden vor dem Börsenende einen Abschlag von 1,22 Prozent auf 35 672 Punkte. Damit steuert er zugleich auf eine negative Wochenbilanz zu. Der marktbreite S&P 500 sank zuletzt um 0,86 Prozent auf 4619 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um weitere 0,41 Prozent nach auf 15 432 Punkte. Vor dem verlängerten Wochenende – am Montag ist in den USA Feiertag und die Börse geschlossen – trübte sich die Stimmung also merklich ein.

Auch US-Konjunkturdaten gaben kaum Anlass zur Freude. So fielen die Umsätze im wichtigen US-Einzelhandel im Dezember deutlich stärker als erwartet. Die Industrieproduktion für Dezember konnte mit den Erwartungen ebenfalls nicht mithalten. Auch das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima enttäuschte und fiel im Januar auf den niedrigsten Stand seit über zehn Jahren. Der Preisauftrieb der von den USA importierten Gütern schwächte sich dagegen im Dezember stärker als gedacht ab.

Den Auftakt bei den Unternehmenszahlen für das vierte Quartal machten vor dem Wochenende traditionell einige Großbanken, deren Ergebnisse jedoch mehrheitlich die Erwartungen nicht erfüllten. Dazu gehörten auch die Zahlen von JPMorgan. Das US-Geldhaus verdiente im vierten Quartal weniger als ein Jahr zuvor, aber immer noch mehr als von Analysten erwartet.

Allerdings lief das Handelsgeschäft von JPMorgan schlechter als von Experten gedacht. Konzernchef Jamie Dimon warnte zudem vor anhaltenden Inflationsrisiken und stellte Investoren auf deutlich steigende Kosten ein. Das kam am Markt nicht gut an: Die JPMorgan-Aktien rutschten am Dow-Ende um 6,3 Prozent ab. Mit American Express und Goldman Sachs zählten zwei weitere Finanzwerte im US-Leitindex zu den größten Verlierern mit Kursverlusten von 4,8 beziehungsweise 3,8 Prozent.

Auch bei Citigroup blieben die Erträge aus dem Handelsgeschäft hinter den Erwartungen zurück. Finanzchef Mark Mason bezeichnete das Marktumfeld im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren als herausfordernd. Das Kursminus für die Citigroup-Aktien belief sich zuletzt auf 2,2 Prozent.

Die Papiere des weltgrößten Vermögensverwalters Blackrock verloren nach Quartalszahlen 3,3 Prozent. Besser lief es für die Bank Wells Fargo, deren Aktien nach Vorlage des Quartalsberichts um 2,3 Prozent anzogen.



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Land stellt Bedingung für Förderung

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Das Land will bei der Förderung für das Anschaffen neuer Busse künftig darauf achten, dass die Seitenscheiben der Fahrzeuge nicht mit Werbefolien bedeckt sind. Auch bei perforierten Lochfolien könnten Fahrgäste nur noch eingeschränkt nach draußen schauen, teilte eine Sprecherin des baden-württembergischen Verkehrsministeriums am Dienstag in Stuttgart mit. Zuvor hatten mehrere Medien über die Pläne berichtet.

Mit dem Bekleben entstehe für Reisende der Eindruck, „wie in einer Höhle ohne Außensicht befördert zu werden“, hieß es weiter. Vom Land künftig geförderte Fahrzeuge sollen daher den seitlichen Scheibenbereich frei von Werbung halten. Die übrigen Seitenflächen sowie das gesamte Heck einschließlich der Rückfenster könnten hingegen als Werbefläche dienen.

Das Anschaffen neuer Busse, beispielsweise für den Linienverkehr, kann unter bestimmten Bedingungen vom Land unterstützt werden.



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Wirtschaft

Nahles wird Chefin der Bundesagentur für Arbeit

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Berlin Die frühere SPD-Chefin und Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles soll Vorstandschefin der Bundesagentur für Arbeit (BA) werden. Dies teilten die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Dienstag mit.

Nahles hatte im April 2018 den Vorsitz der SPD übernommen. Das Amt hatte sie jedoch nur bis zum 2. Juni 2019 inne – infolge mehrerer schwacher Wahlergebnisse ihrer Partei mit dem historisch schlechten Abschneiden bei der Europawahl 2019 als negativem Höhepunkt trat Nahles mit sofortiger Wirkung zurück. Am 14. Oktober 2019 kündigte sie schließlich an, auch ihr Bundestagsmandat zum 1. November niederzulegen.

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Ungarn erhöht Leitzinsen überraschend stark – Landeswährung legt zu

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Ungarische Zentralbank in Budapest

Die Inflationsrate im Land stieg zuletzt auf über sieben Prozent.

(Foto: Reuters)

Budapest Die ungarische Zentralbank versucht, der steigenden Inflation mit der größten Zinserhöhung seit einem Jahrzehnt Herr zu werden. Die Währungshüter hoben den Schlüsselzins am Dienstag um 50 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent an. Einen solch großen Schritt hatte es zuletzt Ende 2011 gegeben. Analysten hatten mit einer geringeren Zinsanhebung gerechnet. Der Forint legte im Vergleich zum Euro zu.

Die Inflation in Ungarn war zuletzt auf ein 14-Jahres-Hoch von 7,4 Prozent gestiegen und ein Rückgang ist angesichts der anhaltend hohen Rohstoffpreise und der globalen Lieferprobleme kurzfristig nicht in Sicht. Experten gehen davon aus, dass die Notenbanker noch weitere Zinserhöhungen in Betracht ziehen. „Wir erwarten, dass der Leitzins in den kommenden Monaten auf 3,50 bis 4,00 Prozent angehoben wird“, sagte Volkswirt Liam Peach von Capital Economics.



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