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23. Spieltag: Heimniederlage: Leverkusen-Krise bringt Trainer Bosz in Not – Schlaglichter

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Leverkusen (dpa) – Beim Schlusspfiff hatte Peter Bosz seinen Stammplatz an der Seitenlinie schon aufgegeben und sich frustriert auf der Bank niedergelassen.

Als die erneute Niederlage besiegelt war, gratulierte der Niederländer schnell seinem Kollegen Christian Streich und marschierte mit gesenktem Kopf in die Kabine.

Weil sich die Krise bei Bayer Leverkusen weiter zuspitzt, könnte die Luft für Bosz trotz zahlreicher Treuebekenntnisse bald dünn werden. Drei Tage nach dem ernüchternden Europa-League-Aus gegen die Young Boys Bern kassierte die Werkself auch in der Fußball-Bundesliga eine bittere 1:2 (0:0)-Heimniederlage gegen den SC Freiburg.

Die Freiburger verbesserten sich durch die Tore von Ermedin Demirovic (50.) und Lucas Höler (61.) auf Rang acht und sind bei nur noch drei Punkten Rückstand auf Bayer nun ein Europa-League-Anwärter. Leon Bailey gelang nur noch der Anschlusstreffer (70.).

«In der ersten Halbzeit hatten wir bisschen Glück auf jeden Fall. Aber in der Halbzeitpause haben wir uns vorgenommen, dass wir auch unser Spiel mal dem Gegner aufzwingen wollen und das hat dann ganz gut geklappt. Ich glaube, wir waren heute einfach eiskalt und haben direkt nach der Pause zwei gute Angriffe gefahren und gute Tore gemacht», sagte Torschütze Höler im TV-Sender Sky.

Durch die Niederlage verpassten die Leverkusener die große Chance, den Rückstand auf die Champions-League-Plätze nach der Frankfurter Niederlage in Bremen auf zwei Zähler zu reduzieren. Zudem rutschten sie auf Rang sechs hinter Borussia Dortmund ab.

Die Bayer-Bosse hatten Bosz zuletzt mehrfach das Vertrauen ausgesprochen, die Champions-League-Qualifikation erwarten sie nach den Pleiten in den beiden Pokal-Wettbewerben aber schon vom Niederländer. Drei Siege aus den jüngsten 14 Pflichtspielen sind zudem eine dünne Ausbeute.

Bosz hatte am Sonntag einen Torwart-Tausch vorgenommen. U21-Nationaltorhüter Lennart Grill, der bei seinem Bundesliga-Debüt den zuletzt zweimal patzenden Niklas Lomb ersetzte, traf aber keine Schuld. Dafür muss Bayer einen langen Ausfall von Winter-Zugang Timothy Fosu-Mensah befürchten. Der Rechtsverteidiger schied mit einer Knieverletzung ebenso aus wie der später eingewechselte Neuzugang Jeremie Frimpong.

Bosz schickte nach der Bern-Pleite die mit 24,6 Jahren jüngste Startelf seiner mehr als zweijährigen Amtszeit aufs Feld. Der im Sommer für zwei Millionen Euro vom Drittligisten Kaiserslautern gekommene Grill hatte in Leverkusen große Anlaufschwierigkeiten und war eigentlich nur die Nummer drei.

«Ich bin froh, das ist ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Das Ergebnis hätte gern besser sein können», sagte der Debütant. In der ersten Halbzeit habe das Team gute Chancen gehabt, aber nicht genutzt. «Wir hatten nicht so die klare Idee, wie wir vors Tor kommen, haben es nicht ganz gut ausgespielt am Ende. Da müssen wir uns an die eigene Nase packen, dass wir die Tore nicht gut verteidigt haben», urteilte er.

Grill dirigierte seine Vorderleute deutlich vernehmbar, spielte gut mit, bekam aber wenig zu halten. Sein Gegenüber Florian Müller, einer der Vorgänger als U21-Nationaltorhüter, war dagegen mehr gefordert. In der zehnten Minute verhinderte er innerhalb von wenigen Sekunden gleich zweimal den frühen Rückstand.

Zunächst lenkte er einen Drehschuss von Bailey über die Latte, nach dem folgenden Eckball dann einen Kopfball von Lucas Alario. Auch in der 22. Minute parierte er bei einem Schuss von Demarai Gray gut. Die Breisgauer kamen nach vorne zunächst nicht in die Gänge. Leverkusen spielte dagegen beherzt und kreativ nach vorne, vor allem über die Außen Bailey und Gray. Doch die Effektivität ließ erneut zu wünschen übrig.

Nach dem Wechsel spielte Freiburg besser nach vorne und sofort zeigte Bayer wieder seine Anfälligkeit. Der nach langer Verletzungspause formschwache Kapitän Charles Aranguiz ließ Höler laufen, dessen Hereingabe verwertete Demirovic ungedeckt vom Elfmeterpunkt. Bayer rannte nun an und lief prompt völlig offen in einen Konter.

© dpa-infocom, dpa:210228-99-631785/3

  • Informationen zum Spiel bei bundesliga.de



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Warum sich die Super League als Rohrkrepierer erwies – und es verlogene Gewinner gibt

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Pläne der Topklubs
Warum sich die Super League als Rohrkrepierer erwies – und es verlogene Gewinner gibt

Am Stadion an der Anfield Road in Liverpool hängen Protest-Plakate von Fans

© Paul Ellis / AFP

Die Idee der Super League wurde so schnell beerdigt, weil Fans, Verbände und andere Klubs geschlossen Widerstand leisteten – doch der Erfolg darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Fußball ein grundlegendes Problem hat.

Wer verstehen will, wie groß die Wucht des Widerstands gegen die Pläne der Super League war, muss sich nur einmal das Sky-Interview mit dem früheren englischen Nationalspieler Gary Neville anschauen. Der wütete mit einer Schimpftirade gegen die englischen Klubs, die sich an der geschlossenen Elite-Liga beteiligen wollten: „Ich bin angewidert, absolut angewidert“, es seien „Blender“, die in eine Liga „ohne Wettbewerb“ wechseln wollen, es sei „eine Schande“, nur „blanke Gier“ treibe sie an und „sie haben nichts zu tun mit Fußball in diesem Land“.

Speziell einen früheren Verein Manchester United sprach der ehemalige Profi an. Nevilles Wut ist in jedem Wort, in jedem Satz spürbar. Sie richtete sich aber auch gegen die anderen englischen und europäischen Vereine, die an dem unausgegorenen Projekt Super League beteiligt waren, darunter Schwergewichte wie Real Madrid und Juventus Turin. Nevilles Entsetzen über das Vorhaben steht stellvertretend für den Sturm der Entrüstung, der in Großbritannien und in ganz Europa losbrach. Beim FC Chelsea und beim FC Liverpool gingen die Fans auf die Straße. Er war so heftig, dass die sechs englischen Klubs das Projekt schleunigst wieder aufgaben, bevor der Imageschaden noch größer wurde.

Die Super League hätte den Fußball verändert

Mit dem Rückzug der englischen Klubs war die Idee schneller gestorben als sie das Licht der Welt erblickt hatte: 20 Vereine spielen in einer europäischen Super League, 15 davon als feste Mitglieder. Vorfinanziert von der US-Investmentbank JPMorgan Chase sollten sichere Einnahmen durch Eigenvermarktung garantiert werden – die Super League sollte zur Gelddruckmaschine für die Vereine werden, ganz ohne sich in den die Mühen des Liga-Alltags zu qualifizieren. Allein der Wegfall des grundlegenden Wettbewerbs hätte den Charakter des Fußballs verändert, der von der Möglichkeit des Auf- und Abstiegs der Vereine lebt.

Die Dreistigkeit der Initiative wurde nur von der Begründung übertroffen, die Real-Boss und Milliardär Florentino Pérez für das Projekt anführte: Er behauptete tatsächlich, den „Fußball zu retten, der sich in einer kritischen Situation befindet“. Was er damit meinte: Real Madrid wie andere große Traditionsvereine befinden sich durch die Coronakrise in einer finanziellen Krise. Den FC Barcelona zum Beispiel, der ebenfalls zum „dreckigen Dutzend“ gehörte, plagen Schulden von über einer Milliarde Euro. Im Bündnis mit den nach reinem Profit strebenden Besitzern der englischen Vereine wollten die Schulden-Klubs ihren Status retten, ohne Rücksicht auf Fans, nationale Ligen oder lästige Regeln der Uefa.

Watzke und Rummenigge bezogen schnell Stellung

Es war ein bemerkenswertes Bündnis, dass die Super League so schnell beerdigte. Fans, Ligen, Verbände, aktuelle und ehemalige Profis, Vereine, Medien – alle verurteilten die Idee. In Großbritannien mischte sich sogar die Politik ein: Premierminister Boris Johnson schrieb in einem Beitrag für das Radau-Blatt „Sun“: Ich werde alles tun, was ich kann, um diesem lächerlichen Plan die Rote Karte zu zeigen.“ Johnson traf Verbandsvertreter und Fangruppen zum Krisengipfel in der Downing Street. Der Druck auf die englischen Vereine war gewaltig – und wirkte.

Zum Bündnis im Kampf gegen das Super-League-Imperium gehörten auch der FC Bayern und Borussia Dortmund, was aus deutscher Sicht ein gutes Zeichen ist. Karl-Heinz Rummenigge und Hans-Joachim Watzke bezogen öffentlich schnell Stellung. Sie wissen sehr genau, dass eine Super League ohne Wettbewerb eine Grundlage des Fußballs zerstört hätte und damit den eigenen Interessen schadet. Sie bewiesen ein Gespür für das Kulturgut Fußball, dass US-Investoren und europäische Milliardäre offenbar nicht haben.

Doch der Kampf um den Fußball und den zukünftigen Weg ist deshalb nicht zu Ende. Die zynische Pointe ist, dass ausgerechnet die Uefa und ihr Präsident Aleksander Ceferin als Sieger dastehen. Es ist in erster Linie der Europäische Fußball-Verband, der mit seiner jüngst erneut aufgeblähten Champions League selbst dazu beiträgt, dass der Profi-Fußball ein grundlegendes Verteilungs- und Gerechtigkeitsproblem hat und sich den Fußballfans entfremdet. Darüber wird noch zu reden sein.



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Börse in Frankfurt: Dax erholt sich leicht von Vortagesverlusten – Wirtschaft

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Gegen eine kräftige Erholung des hiesigen Aktienmarktes sprechen laut Marktteilnehmern rasant steigende Corona-Infektionszahlen in einigen Ländern. Anleger fürchten, dass anziehende Infektionszahlen zu weiteren Lockdowns führen könnten und sich dadurch die weltweite Wirtschaftserholung hinauszögere. Auch dürften einige Investoren nach der Kursrally der vergangenen Monate erst einmal Kasse machen. Immerhin war der Dax seit Jahresbeginn in der Spitze um rund 13 Prozent auf über 15 500 Punkte gestiegen.

Im Dax hatten die Aktien des Medizinkonzerns Fresenius sowie des Agrarchemie- und Pharmakonzerns Bayer mit Gewinnen von jeweils gut drei Prozent die Nase vorn. Ansonsten spielte die Musik in der zweiten Reihe: Die Papiere von Siemens Healthineers stiegen um 3,4 Prozent, nachdem sich eine Bank positiv zu den Anteilscheinen geäußert hatte.

Nach starken Quartalszahlen von Hypoport zog der Kurs um fast sechs Prozent an. Der Finanzdienstleister hatte zum Jahresstart erneut von einer hohen Nachfrage nach Immobilienkrediten profitiert.

Spekulationen am Markt über eine Übernahme des Modehändlers Hugo Boss ließen dessen Aktien an der MDax-Spitze um 6,7 Prozent in die Höhe schnellen. Gehandelt werden als potenzielle Kaufinteressenten laut der Zeitung «Times» die französischen Branchengrößen LVMH und Kering sowie Finanzinvestoren. Im Kielwasser der Gerüchte gewannen die Anteilscheine des Modeunternehmens Gerry Weber mehr als ein Viertel an Wert.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss 0,91 Prozent höher bei 3976,41 Punkten. Der Pariser Leitindex Cac 40 und der Londoner FTSE 100 legten jeweils weniger deutlich zu. In den USA rückte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss um 0,6 Prozent vor.

Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2007 (Dienstag: 1,2051) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8328 (0,8298) Euro.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,29 Prozent am Vortag auf minus 0,31 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 144,49 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,01 Prozent auf 170,88 Punkte zu.

© dpa-infocom, dpa:210421-99-289535/7



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Elie Saab Le Parfum Turns 10 and Supports UNICEF Lebanon Cause – WWD

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PERFUME WITH A CAUSE: Elie Saab’s first fragrance, Le Parfum, fetes its 10th anniversary this year. And to help mark the occasion, the Lebanese designer is supporting a charitable cause close to his heart.

Le Parfum, launched in 2011, gleaned inspiration from one of Saab’s memories from childhood: the scent of flowers from his family’s Mediterranean garden.

“My childhood home was surrounded by orange blossom, and when the wind blew, even slightly, it carried with it the essence of its notes,” said Saab in a statement.

“What I found fascinating working for Elie Saab was the idea of interpreting light. I did not have any specific images in mind, just sensations: the whiteness of the sun at its zenith, radiant femininity, a modern interpretation of voluptuousness,” said master perfumer Francis Kurkdjian.

Saab wishes to pay homage to the main inspiration for Le Parfum: his hometown of Beirut. So a portion of the proceeds from the sale of the fragrance will be donated this year to a UNICEF program called “Integrated education and well-being for vulnerable girls in Lebanon.”

Many children in Lebanon are facing a dire situation due to a confluence of factors, including the coronavirus pandemic, the Beirut port explosions and the difficult economic landscape.

“I admire UNICEF’s mission in supporting the most vulnerable clusters and providing a solid platform to the youth,” said Saab. “During these difficult times and in this competitive world, we should raise resilient children to be prepared for a brighter future.

“By giving them the time and opportunities they need, teaching them the right skills and empowering them, they will cultivate good qualities and secure better lives,” he continued. “Sometimes, a rough childhood can mold children into leaders with big inspirational life lessons.”

Model Cindy Bruna features in the Elie Saab Le Parfum advertisement. The designer’s fragrance business is licensed to Shiseido.

Fore more, see:

Elie Saab RTW Fall 2021

Creatives for Lebanon Links With Sotheby’s for Fund-raising Auction

Elie Saab Launches Studded, Eye-Shaped Watches





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